Lumpazivagabundus geht um. Mit einer Nestroy Inszenierung feiert Regisseur Klaus Gmeiner seinen Abschied von 30 Jahren Salzburger Straßentheater. Kurz bevor wir den Lehener Park erreichen, bemerken wir ein auffällig großes Menschenaufkommen. Da wir keine Ahnung haben, wo genau sich unser Ziel eigentlich befindet, schließen wir uns den emsig in eineRead More →

„Ein Sommernachtstraum“ von Henry Mason oder jedem Hänschen seine Gretel. Ein erfreulicher Trend hat sich in den letzten Jahren in Salzburg etabliert und ermöglicht es auch der schmalen Geldbörse, an den Festspielen zu partizipieren. Im Sommer darf ungeniert aus dem kulturell Vollen geschöpft und dem Kunstgenuss gefrönt werden. Die RedeRead More →

Es ist drückend schwül, als wir uns an diesem tatsächlich sehr (SEHR) warmen Juli-Abend auf den Weg zum Künstlerhaus begeben. Die Grillen zirpen und die Nachtigall schreit. Natürlich tut sie das nur im übertragenen Sinn, vermutlich ist der frühe Abend ohnehin nicht ihre Tageszeit. Ich gebe zu, das Nachtigall-Bild sollRead More →

Frauenlist, Feenklamauk und zwei Freier im Onesie. Stellen Sie sich vor, Sie erhalten einen Liebesbrief. Das ist erfreulich. Stellen Sie sich außerdem vor, eine gute FreundIn bekäme genau den gleichen Brief, identisch bis in den letzten Vokal. Das ist ärgerlich und der Stoff zu William Shakespeares Komödie „Die lustigen WeiberRead More →

Die fidelen Antihelden oder eine liebenswerte Chaos-Truppe, die „Chomeographien“ einstudiert und pflichtbewusst „Pirouetten“ setzt. Die Probebühne am Rainberg als hervorragende Kulisse für die ehemals blühende nordenglische Industriestadt Sheffield: Das Einzige, was dort heute noch wächst, ist die Arbeitslosigkeit. In dieser aussichtslosen, tristen Stimmung schmieden der aggressive Problembürger Dave, der täglichRead More →

AnnenMayKantereit oder Die Jungs vom Kicker. AnnenMayKantereit – schon einmal gehört? Mir half der Zufall auf die Beine und obwohl ich eigentlich nach etwas ganz anderem Ausschau gehalten hatte, stolperte ich über die vier Jungs aus Köln. Danach blieb ich hängen. Umso größer die Freude, als ich – wiederum durchRead More →

Entdecke den Wolf in dir. Sagt eine Stück zum anderen… – Davor sammelt sich das Publikum in einem Lykophos. Das ist griechisch, steht für „Wolflicht“ und ist ein Schwellenzustand. Dunkelheit trifft auf Licht, Dämmerung auf Schatten. Die ersten 20 Sekunden verbringen die Zuschauer dann auch überhaupt im absolut Dunklen. DasRead More →

Die Götter müssen verrückt sein. Freude, Liebe, Hass, Intrigen und Vetternwirtschaft – alles Eigenschaften des Menschen? Mitnichten. Die Götter sind den Sterblichen bisweilen ähnlicher, als ihnen lieb sein kann und in einen Streit zwischen Zeus und Poseidon möchte man keinesfalls geraten. „Ich bin dann mal eben Krieg führen“, dachte sichRead More →

Bei der Hinfahrt beinahe 3x an Suizid-Mücken verschluckt, zurück in einen ewig langen Umzug mit lustig gekleideten und zum Großteil männlichen Beteiligten geraten, die in ihren jeweiligen Landestrachten durch die Stadt flanierten. (Ist Salzburg überhaupt groß genug, sie alle fassen zu können? Anscheinend). Dazwischen Anton Tschechows DER KIRSCHGARTEN. The grassRead More →

In der Stadt gibt es Bettler. In der Stadt gibt es sogar sehr viele Bettler. Die meisten davon scheinen sich tagsüber am Rosenhügel für kleine Pausen zwischendurch zu tummeln, wo sie dann in Gruppen entweder die Sonne und ewige Pausen genießen oder sich unter den Bäumen vor dem Regen versteckenRead More →