· Schauspiel

Die goldene Axt: Gerhard Greiner als Holzhans

Wo gehackt wird, fallen Scheite. Und Äxte. Und Ideologien. Ben Pascals DIE GOLDENE AXT ist ein dystopischer Gegenwartsentwurf im humorig-rustikalen Kleid, der anschaulich demonstriert, wie das mit dem Rutsch ins rechte Eck funktioniert. Gelungene Uraufführung am kleines theater. Es ist kein Geheimnis: In wackeligen Zeiten kehrt der Mensch zum InnerstenRead More →

Olaf Salzer (Monsieur Marquis), Ute Hamm (Flora Baumscheer), Susanne Wende ( Frau von Cypressenburg), Kristina Kahlert (Constantia), Theo Helm (Titus Feuerfuchs)

Sitzt, wackelt und hat Luft. Altwiener Volkstheater-Charme am Schauspielhaus Salzburg: Robert Pienz inszenierte Nestroys TALISMAN als leichtfüßige und eloquente Posse, mit viel Musik, Schmäh und Sozialkritik. Läuft! Die Menschheit ist ein Phänomen. Sie wird selten aus Erfahrung klug, sondern rottet sich lieber auf einen Haufen zusammen und haut immer schönRead More →

Aquarium | Kammerspiele Salzburg

Lasst mich ins Becken, ich habe Seepferdchen! In den Kammerspielen des Salzburger Landestheater feierte das Theater-Experiment AQUARIUM Uraufführung und wird zum Erfolg auf ganzer Linie. Synchronschwimmen fristet ein Mauerblümchen-Dasein. Wer sieht sich schon Live-Übertragungen dieser Sportart an? Ja, noch dringlicher, gibt es überhaupt so etwas wie Live-Übertragungen von Synchronschwimmen? DieRead More →

Die unsichtbare Hand | Bashir (Ch. Schulzer) & Nick (B. Özdil)

Frankensteins Börsenmonster. Ein Börsianer, der den religiösen Terroristen zum Wirtschaftskapitalisten ausbildet: Florian Hackspiel inszeniert Ayad Akhtars DIE UNSICHTBARE HAND am Schauspielhaus Salzburg als perfiden Börsenthriller zwischen den Finanzwelten. Die Matrix lebt, möchte man mit erstem Blick auf das Bühnenbild von DIE UNSICHTBARE HAND meinen (Ausstattung: Annett Lausberg, Regie: Florian Hackspiel).Read More →

Krabat | Schauspielhaus Salzburg

Harry Potter, wer? Das Jugendstück KRABAT zeigt sich in Daniela Meschtscherjakovs Inszenierung am Schauspielhaus Salzburg herrlich düster und schaurig schön: Dance Mephisto! Leise rieselt der Schnee und kümmert sich nicht darum, dass eigentlich bereits Mai ist. Vielleicht hat das mit Zauberei zu tun, was passend wäre, schließlich dreht sich auchRead More →

Konstellationen | Salzburger Tournee Theater

SCHOSTAKOWITSCH UND DIE QUANTENPHYSIK. Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? Sehr viele! Zumindest im Fall von Marianne und Roland. Die Protagonisten des Zwei-Personenstücks KONSTELLATIONEN gehen Multiversen technisch so in die Vollen, dass sogar der CERN’sche Teilchenbeschleuniger an Farbe verliert. Was wäre, wenn unser Universum nicht das EinzigeRead More →

Die Wilde Party | OFF Theater

BOWLE SICH, WER KANN. Kommt ein Clown ins Foyer, feiert Georg Büttels WILDE PARTY am OFF Theater in Salzburg Uraufführung. Dafür lässt es das Ensemble so richtig krachen: Sex, Drugs und die Bowle des Grauens. Zugegeben, nach dem Steckenpferd-Einhorn mit Dildo auf dem Kopf und vorgetäuschter Beinrasur, für die eineRead More →

jedermann (stirbt) | Schauspielhaus Salzburg

JEDERMANN 2.0. Am Schauspielhaus Salzburg entrollt Rudolf Frey mit JEDERMANN (STIRBT) den Catwalk der Eitelkeiten. Das Ensemble präsentiert die ausgefallensten Laster mit maliziösem Verve und amoralischer Hingabe. Die einen benötigen für ihre Texte wenige Wochen oder straffe Monate, die anderen Jahre. Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ war so ein Acht-Jahres-Kandidat. DasRead More →

papier.waren.pospischil | Salzburger Kammerspiele

DING DONG, DING DONG, WER STEHT DORT VOR DER TÜR? … Nein, nicht der Postillion, aber PAPIER.WAREN.POSPISCHIL. Das Gewinnerstück des Komödien-Wettbewerbs „Die Freiheit des Lachens“ 2017 feierte in den Kammerspielen des Salzburger Landestheater Uraufführung. Melli, die junge Angestellte im Papierwarenladen von Frau Pospischil, rekapituliert während der Arbeitszeit ihr Privatleben inRead More →

Ich nannte ihn Krawatte | Toihaus Theater

INCLUDE ME OUT. Stumme Poesie, gestische Beredsamkeit und großartige darstellerische Leistungen: Arturas Valudskis Inszenierung ICH NANNTE IHN KRAWATTE begeistert auf ganzer Linie. „Memento Mori“, forderten die mittelalterlichen Mönche, „sei dir deiner eigenen Sterblichkeit bewusst“. Spannenderweise steckt das Sterben, also das „mori“, auch im japanischen „Hikikomori“. Das mag Zufall sein, ichRead More →