Wreck this journal (Page 35)

Ich habe einen neuen besten Freund. Der ist ziemlich anhänglich und begleitet mich seit Kurzem auf allen Wegen. Die Rede ist von dem etwas anderen Buch:

Wreck this journal

"Wreck this journal" habe ich letztes Jahr von Freundin B. zum Geburtstag bekommen und es ist Zeit, dass ich mich der Herausforderung stelle. Die ist gar nicht so einfach und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie auch mental durchstehen werde. Welcher bibliophile Mensch kann "Wreck this journal" tatsächlich unbeschadet überstehen? Natürlich nehme ich die Aufgabe an, garantiere aber gleichzeitig für nichts. Die Fortschritte, die das gewagte Experiment macht, werden an dieser Stelle dokumentiert.

Und weil es sich bei der Aufgabe um eine sehr zerstörerische Sache handelt, lasse ich es mir nicht nehmen und stelle ein letztes Fotos des noch unbearbeiteten (unbeschadeten) Journals online.

Was dem Buch in Kürze widerfahren wird, könnt ihr in den folgenden Wochen, Monaten lesen. Seid vorbereitet, denn "Wreck this journal" hat seine ganz eigene Devise: to create is to destroy.

Warning: During the process of this book you will get dirty. You may find yourself covered in paint, or any other number of foreign substances. You will get wet. You may be asked to do things you question. You may grieve for the perfect state that you found that book in (Anm.: oh ja! - tagtäglich!). You may begin to see creative destruction everywhere. You may begin to live more recklessly.

NB: Wer (mir) jetzt Bücherblasphemie vorwerfen möchte, der sei darauf hingewiesen, dass "Wreck this journal" kein normales, sondern ein sehr ephemeres Buch ist und tatsächlich auf seine Zerstörung hin konzipiert wurde. Oder um es mit den Worten von Kohelet (1,2) auszudrücken (seit der Nennung in einem Seminar eine sehr beliebte Quelle): „Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch." - Weitere Schuldzuweisungen sind ferner an Freundin B. zu richten, die mir das journal zum Geschenk gemacht hat.

Ich habe einen neuen besten Freund. Der ist ziemlich anhänglich und begleitet mich seit Kurzem auf allen Wegen. Die Rede ist von dem etwas anderen Buch: Wreck this journal „Wreck this journal“ habe ich letztes Jahr von Freundin B. zum Geburtstag bekommen und es ist Zeit, dass ich mich derRead More →

Es ist fast schon ein bisschen dekadent, dass wir unvermutet in der 1. Reihe sitzen. Eigentlich war das auch gar nicht so geplant. Als es um die Ticketbuchung ging, habe ich vielmehr aus Neugierde und Experimentierfreude auf „Vorne“ geklickt. Wer hätte auch ahnen können, dass wir damit drei Tage vorRead More →

Kürzlich bin ich über eine ziemlich ansprechende Rezension des Romans „Die Sache mit dem Glück“ von Matthew Quick gestolpert. Der Beitrag war sogar so vielversprechend, dass ich den Roman danach unbedingt lesen wollte. Sofort. Am liebsten bereits gestern. Da ich ihn allerdings in keiner Bibliothek ausfindig machen konnte (natürlich handelteRead More →

Wer kennt es nicht, dieses Phänomen der völligen Orientierungslosigkeit, das für gewöhnlich die diversen und über das Jahr verstreuten Festivitäten betrifft? Weihnachten ist dabei vermutlich noch das geringste Problem; so groß kann die Vergesslichkeit gar nicht sein, als der 24. je untergehen würde. Weihnachten ist so eingebrannt wie der eigeneRead More →

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Ich bin umgezogen. Nachdem mir schon vor sehr viel längerer Zeit ein kleines Plätzchen hier in diesen Sphären angeboten wurde (danke M.!), konnte ich dem Angebot jetzt nicht länger widerstehen. Und bin umgezogen. Wer hätte allerdings gedacht, dass das dann doch in einen relativ hohen Aufwand enden würde?! Denn mitRead More →